Newsletter Ausgabe 17
Sonderpreis gewonnen
Am 14. August 2026 wurde unserer Gemeinde Großröhrsdorf - Kleinröhrsdorf der Evangelische Medienpreis in der Kategorie „Zukunft der Gemeindekommunikation“ verliehen. Foto: Karola Richter
Gewürdigt wurde insbesondere die Einbettung des Heftes in Social Media Angebote wie Instagram und unseren WhatsApp-Kanal sowie das dahinterstehende ehrenamtliche Engagement. Wir bedanken uns beim Evangelischen Medienverband Sachsen und der Ehrenamtsakademie für die Auszeichnung und den Gewinn: einen Technikgutschein im Wert von 500,00 €.
Wenn Sie Interesse haben unsere Kirchennachrichten kostenlos zu beziehen, dann schicken Sie eine kurze Mail an: kina [a.t.] kirche-grossroehrsdorf.de

Foto: Johannes Hartmann, Text: Susanne Gruner
Planung ist die die halbe Kirche
Vom Highlight Sonderpreis nun zum Alltagsgeschäft. Auch wenn man es unserer Kirchenruine nicht ansieht, es wird fleißig am Kirchenneubau gearbeitet – und zwar auf dem Papier. Papier ist geduldig, der Mensch nicht unbedingt. Deshalb gibt es im neuen Newsletter nun ein Update zum aktuellen Stand der Planungen.
Wo befinden wir uns im Planungsprozess?
Derzeit sind wir in der sog. Leistungsphase 3, der Entwurfsplanung. Der finale Entwurf für die neue Stadtkirche wird geplant – das heißt, alle Fachplaner erarbeiten ihr jeweiligen Planungsstände auf Basis des Wettbewerbsergebnisse. Lassen Sie sich gern mitnehmen und verschaffen wir uns einen kleinen Einblick in die Vielzahl der Planungsbereiche.
Wie im letzten Newsletter ausgeführt, arbeitet die Kirchgemeinde mit acht Fachplanungsbüros aus Dresden und der näheren Umgebung für folgende Bereiche zusammen: Tragwerksplanung, Elektroplanung, Heizung-Lüftung-Sanitär-Planung, Bauklimatik, Brandschutzplanung, Bau- und Raumakustik, Baugrund und Freiflächenplanung. Letzterer ist der Wettbewerbssieger für die Außengestaltung.
Beginnen wir mit dem Elektroplaner. Er erarbeitet unter anderem Lösungen für die Beleuchtung, die Energieversorgung oder die Versorgung der technischen Ausstattung der Kirche.
Der Fachplaner für Heizung, Lüftung, Sanitär beschäftigt sich zurzeit mit dem Lüftungskonzept für das Kirchenschiff, insbesondere mit dem Raum für die Kindergottesdienste im 1. Obergeschoss. Da dies der einzige Bereich sein wird, der nicht durch eine so genannte natürliche Lüftung versorgt wird, müssen Zu- und Abluft mit möglichst geringem technischem Aufwand hineingebracht werden.
Zukunftsweisend ist zudem die Diskussion bezüglich der Heizung der Kirche. Derzeit wird die Idee von Solewärmepumpen eingehend betrachtet, die über Geothermie gespeist werden. Hierbei ist der Standort ein auschlaggebender Punkt, kann er doch im Außenbereich oder aber auch innerhalb des Gebäudes im Erdgeschoss oder im 2. Obergeschoss sein. Eine spannende Frage, denn sollte die technische Anlage der Wärmepumpe auf dem Inneren Friedhof stehen, sind Fragen des Denkmalschutzes im Außenbereich zu klären. Sollte die Anlage innerhalb des Gebäudes stehen müssen, ist die Raumfrage zu klären.
Immer wieder sind Sachverständige und Architekten mit ihrer umfassenden Expertise zur Stelle, die den Planungsprozess lenken und das Zeitmanagement im Blick haben.
Verehrte Leserschaft, spüren Sie die mitreißende Kraft des Prozesses?
Weitere wichtige Themen sind in der Diskussion: Raumakustik, Orgel, Innengestaltung von Gemeinschaftsraum, Brauthalle, Turm und Chorraum sowie sakrale Ausgestaltung.
Für letztere wird mit fachlicher Unterstützung des Landeskirchenamtes aktuell ein kleiner Gestaltungswettbewerb vorbereitet. Dieses Prozedere ist vorgeschrieben und wurde schon im Rahmen des Architekturwettbewerbes bedacht.
Weiterhin finden detaillierte Mauerwerksuntersuchungen und Baugrunduntersuchungen statt. Mit den Ergebnissen können die Tragwerksplaner und die Architekten konstruktive Lösungen für das Gebäude erarbeiten und den technischen und finanziellen Aufwand für die Wiederherstellung der Tragfähigkeit des bestehenden Mauerwerks ermitteln.
Auch der Umgang mit den sich im Chorraum befindenden Grüfte ist derzeit in Bearbeitung. Die Gruft von Pfarrer Löffler ist sehr stark durch den Brand beschädigt, das Gewölbe droht einzustürzen. Das bedeutet auch, dass das Gewölbe der Gruft von Hofrätin Christiane Sophie Nicolai geb. Troppaneger instabil ist. Die Abstimmungen mit den zuständigen Ämtern haben ergeben, dass die Grüfte verfüllt werden können und die schadhaften Kappen abgetragen werden dürfen. Das sind auch Maßnahmen und Aufgaben, die im Rahmen der Planungen erledigt werden müssen.
Die Planungen im Außenbereich werden auf Basis des Wettbewerbsentwurfs durch die Landschaftsplaner (Wettbewerbssieger) fortgeführt. Auch hierbei sind Abstimmungen zwischen Bauherrin, Planern und den zuständigen Ämtern erforderlich – wenn es z.B. um den Standort für die Wärmepumpe geht.
Wie läuft die Arbeit im Planungsprozess ab?
Montags ist Beratungstag. Im 14-tägigen Turnus findet die Planerrunde (Architekten, Fachplaner, Bauherr) im Kirchgemeindehaus statt. Hier werden alle Themen besprochen und die jeweiligen Aufgaben vereinbart.
An den anderen Montagen trifft sich die Steuerungsgruppe unserer Gemeinde – bestehend aus Vertretern des Kirchenvorstands, des Bauausschusses und des Perspektivteams. Hier werden die Fragestellungen aus den Beratungen der Fachplaner und Architekten besprochen und die Ergebnisse an die Planungsbüros weitergegeben.
Liegen wir im Zeitplan?
Bis hierher ein deutliche JA! Unser gemeinsames Ziel ist es, um den Jahreswechsel 2026/2027 die Genehmigungsplanung zu erstellen. Bis Oktober 2026 soll die Entwurfsplanung fertiggestellt sein und durch unseren Kirchenvorstand beschlossen werden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass alle am Prozess beteiligten Architekten, Fachplaner, Behörden und Ämter, Regionalkirchenamt und Landeskirchenamt mit viel Engagement, Kreativität und ausgesprochen kooperativ miteinander für eine neue Stadtkirche in Großröhrsdorf zusammenarbeiten.
Text: Jörg Boden/Sandy Schneider
Ein Gruß der alten Stadtkirche
Am 24.7. gab es eine Aktion an der Brandruine. Die Firma Rösler Schrottaufbereitung holte Schrott ab, welcher zum Großteil aus Kupferblech vom alten Kirchturmdach und Blei, bestand.

Wir bauen zusammen wieder auf! Sie können die Arbeit der Kirchgemeinde gern weiterhin mit Spenden unterstützen.